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Sprengboote Boote und Einsätze. Italien und Deutschland. 1941-45
Angriff eines italienischen Sprengbootes auf den britischen Kreuzer York in der Sudabucht auf Kreta am 26. März 1941 Italien: Die Marine des Königreich Italien hatte schon vor dem Kriege erfolgreiche Versuche mit Marinekleinkampfmitteln (Sprengboote, Bemannte Torpedos, funkgelenkte Flugzeuge) unternommen. Zum Zeitpunkt des Kriegseintritt (1940) waren diese Waffen aber noch nicht einsatzfähig. Erst 1941 wurde erstmals Marinekleinkampfmittel (Sprengboote) erfolgreich eingesetzt.
Ital. Sprengboot M.T.M. (1944-45) Die ital. Sprengboote M.T.M. für den Einzeleinsatz barchino (motoscafo tourismo modificato) waren Holzbauten (Buch/Pappel), mit 2 Längs- und 21 Querspanten, Außenhaut verleimt. Herst. waren die Werften Baglietto, Varazze, und S.I.A.I., Sesto Calende. Als Antrieb diente den Booten ein 6 zyl. Benzinmotor (Alfa Romeo) mit 95 WPS. Bei 0,8 bis, 13 to erreichten die Boote 31 kn. Die Reichweite betrug mit 100 l Treibstoff 85 sm. Die LüA betrug 5,4 m, die Breite 1,67 m. Der Pilot saß achtern auf einem abwerfbaren Pilotensitz. Die Sprengladung hatte 300 kg. Die Zündung erfolgte mit Stoßrahmen am Bug, Umschaltung für Aufschlag-, Zeit- oder Tiefenzünder (Grundwirkung). Die ital. Sprengboote wurden 1944-45 auch vom K-Verband der KM eingesetzt. 377 Boote wurden bis 4.45 bestellt, bis 1.45 insgesamt 83 fertiggestellt. Vorgeschichte des italienischen Angriffs am 26. März 1941: In der Seeschlacht bei Kap Matapan verliert die italienische Marine am 27. März 1941 die drei modernen Kreuzer Zara, Fiume und Pola, und die Zerstörer Carducci und Alfieri im Kampf gegen kräftemäßig unterlegene aber besser geführte und mit RADAR kämpfende britische Seestreitkräfte.
Es wurde beschlossen, sofort die Linienschiffe Roma und Augustus zu Flugzeugträgern umzubauen. Der Einsatz der Sprengboote gegen die Briten auf Kreta war eine der Maßnahmen, die die italienische Führung beschlossen hatte, um der Royal Navy mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schaden. Durch den Einsatz von Kampfschwimmern (Froschmännern) und Torpedoreitern konnte die italienische Marine 1941-43 weitere Erfolge gegen die Briten erzielen. In Haupthafen La Valetta auf Malta flogen einige britische Großschiffe in die Luft oder wurden schwer beschädigt. Der Kreuzer York in der Suda Bucht nach dem Angriff der italienischen Sprengboote
Bootsführerabzeichen der MAS-Sondereinheiten. In der X. Flottille wurden die Marinekleinkampfmittel (Sprengboote, Kleinschnellboote, bemannte Torpedos), Kampfschwimmer und Fallschirmjäger zusammengeschlossen. Italienische und deutsche Torpedoflieger und Stuka, U-Boote und Schnellboote machten 1941-43 erfolgreich Jagd auf die großen Kriegsschiffe der Anglos im Mittelmeer. Bis 1943 hatte die Royal Navy den größten Teil ihrer Großkampfschiffe im Mittelmeer durch Versenkung verloren oder durch Beschädigung abgängig melden müssen. Die Eroberung der Festungsinsel Pantelleria, die durch Verrat des Kommandanten kampflos kapitulierte, die Besetzung Siziliens und die Invasion des Festlandes, konnten die heldenhaften italienischen Marineeinzelkämpfer und Schnellbootfahrer aber nicht verhindern. Nach dem Zusammenbruch (1943) blieben die zweifellos besten Marineeinzelkämpfer der Welt an der Seite des deutschen Waffengenossen. Weder selbstständige noch corporierte italienisch-deutsche Kommandoeinsätze wurden durchgeführt. Deutschland: Die Reichsmarine litt bis 1933 unter den Rüstungsbeschränkungen des Versailler Diktates. Dennoch wurden keine Anstrengungen unternommen die begrenzten klassischen Seestreitkräfte durch Kleinkampfmittel zu verstärken, sieht man einmal von den Schnellbooten (Motor-Torpedo-Boote) ab. Erst die Kriegserfolge der Italiener (1941-43) und die drohende Invasion der Anglos führte schließlich zur Entwicklung deutscher Kleinkampfmittel, darunter auch Sprengboote. Nach dem Vorbild der italienischen Marinespezialeinheiten wurden ab 1943 gleichartige deutsche Marineeinheiten gebildet und im K-Verband, dem Kommando der Kleinkampfmittel zusammengefaßt. Dieser Verband bildete die Marineeinzelkämpfer aus. Einige K-Flottilen waren mit Sprengbooten, den sog. Linsen ausgerüstet. Die ersten sogn. Ladungs-Sprengboote zum ferngesteuerten Einsatz waren Holzbauten (Fichte) und auf der Basis des leichten Sturmbootes 39 entwickelt. Als Kommandoboote sollten schwere Sturmboote bzw. ital. MF-Boote eingesetzt werden. Es wurden nur wenige der Boote gebaut und eingesetzt. Ladungs-Sprengboot Linse (1944-45).
Die Einsatzflottillen hatten 40 Boote + 20 in Reserve. Die ersten Sprengboote wurden von der Küstenjägerabteilung des Regiment Brandenburg (Kommandotruppe der Wehrmacht) eingesetzt. Einsatzraum 4.44 gegen alliierte Anlandungen bei Anzio-Nettuno. Bei den späteren kriegsmäßigen Einsätzen 1944-45 führten die Männer der Sprengbootrotten zur Selbstverteidigung MP, MG und sogar Panzerfäuste mit! Fahrausbildung beim K-Verband
Sprengbootfahrer steigt aus.
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